Kratzbaum Nr. 2

Und hier ist er: Kratzbaum Nr. 2. Fürs Arbeitszimmer.

Für diesen Teil

Man nehme: Einen alten Perlonstrumpf, einen süßen Schlüsselanhänger (Danke Greta, das Geburtstagsgeschenk wurde nun von der Wand abgenommen und zu Katzenspielzeug verarbeitet. Passt perfekt, oder?), und die anderen Teile, die ich auch schon in der ersten Anleitung benutzt (und besser beschriebn) habe. Außerdem: Nach Bedarf: Farbe! Mein Tipp: Am besten den umweltfreundlicheren Acryllack benutzen. Der macht (zumindest bei mir) auch nicht so viel Kopfschmerzen wie der Kunstharz. Allerdings: Bei glattem Untergrund (schlecht vorbereitetem Untergrund wie bei mir) platzt die Farbe wieder ab. Schade! Ich wollte auf den rosanen (3-Schichten aufgetragenen) Untergrund ein Bild mittels Abklebeband kreieren. Eine Katze: HIER KLICKEN UM DIE EXTREM COOL DESIGNTE KATZE ZU SEHEN. Und beim Korrigierversuch des Abklebebands ist das Malheur passiert: Die Farbe ist mit abgeplatzt. Das war doof. Ich habe zwar großen Wert darauf gelegt alles schön ordentlich hinzukriegen, aber dann habe ich die abgeplatzten Stellen mit einem hingeschmierten Schriftzug und einer Katzengesichtskizze kaschiert. Naja, der Baum hat dann noch ein Katzenspielzeugextra bekommen, von dem ich oben geschrieben habe, darum denke ich: Egal, geiles Gesamtkonzept. Gefällt mir gut. Absurd, lustig, cool! Mal gucken was unser Kater Loki dazu sagen wird?! Bald kommt er zu uns, dann werde ich ihn mal fragen und hoffen, dass er bereit ist ein Interview für den Blog hier zu geben.

Das hier ist noch ein Sokel für Katzenkratzbaum Nummer 1. Damit er schwerer ist. Wie der Sokel für Katzenlratzbaum Nummer 2 besteht er aus einem Küchenplattenrest- Habe ich mir einfach im Baumarkt aus der preiswerteren Resteecke geholt und zuschneiden lassen. Dann den eckligen Spanplettenrand mit Spachtel (ja, entgegen aller Vorschriften mit SPACHTEL) verkleidet und dann lackiert. Auf dem Bild oben sieht man die Spachtelverkleidung. Es hält! Gut!

Der süße Schlüsselanhänger

Der Nylongstrumpf

In drei Teile geschnittenund geflochten, an den Enden jeweils fest verflochten und im Mittelteil sehr locker, damit die Elastizität zum Spielen höher ist:

Et voilà!

Spachtel!

Katzenkratzbaum Nr. 2 an Ort und Stelle im Arbeitszimmer!

Nochmal zum Strumpfband: Das Spielzeug mit dem Schlüsselanhänger habe ich mir anfangs ganz anders vorgestellt. Ich imaginierte, dass ich eine Stahlkonstruktion bräuchte mit einer sichelförmigen Stange, die in einer Drahtspirate enden würde, von dem aus die Eule an einem band hängt. Naja und als ich dann einfach nur Band an einen Holzsstab machen wollte errinnerte ich mich an zweierlei: Erstens: Diese Kinderarmbänder aus dem Kaugummiautomaten in den 90egrn.

Ja, natürlich erinnerte mich das schöne Band in meinem Nähkasten daran.

Die waren voll in! Bunte Nylonbänder in krassen Neonfarben. Elastisch! Und dann fasste ich mir auf den Kopf: Dort zierte mein Nylonstrumpfband, dass ich letztens in der Schublade gefunden habe, meine Frisur (damit meine Haare nicht in den Lack fallen und auf dem Balkon vom Wind in meine Fresse gewirbelt werden, wenn ich gerade einhändig komplizierte Bohrungen in den Stamm mache). Ja klar! Der andere Strumpf hing sogar noch auf dem Wäscheständer. Ich habe ihn merkwürdigerweise einzeln gewaschen, obwohl der zweite noch so wie er aus der Schublade gekommen ist auf mienem Kopf thronte. Jetzt bekommt Kater Loki ein elastisches Spielzeug aus frisch gewaschenem Nylonstrumpf. Wenn das alles klappt und benutzt wird ist Mama (ich) stolz! Und wenn nicht? Dann bekommt Topenga den Kratzbaum geschenkt! Die Katze, die mir das Vertrauen gegeben hat, dass auch ich eine Katze haben möchte. Die einzig wahre und liebe Katze, die ihre allumfassende schlaue Seele von Anfang an zutraulich mit mir geteilt hat. Sie hat sich auch gefreut, als ich ihr gestern bei meinem letzten Besuch erzählt habe, dass sie der Grund war, dass ich mir nun Loki ins Haus hole.