Oh my girl what happened to you?

Die Überschrift sagt es mit den Worten von Jamie T

Oh my girl – Jamie T (<<<<klick rauf zum Musikvideo)

Ich schreibe ja gar nicht mehr! Nein! Falsch. Nicht mehr auf den Blog. Schade Mädls und Jungs, schade meine Lieben Leserinnen und Leser.

Aber ich bin nicht weg. Zu Hause im 10. Stock. Da ist es nach über zwei Jahren auch mal getan mit dem Einrichtungswahn. Es hat sich gegessen mit dem bauen und streichen. Vielleicht ist in 5 Jahren mal eine Renovierung dran. Oder mal – vorher schon – ein Umzug?
Der Blog sagt aber mehr. Darum sollte ich anfangen zu schreiben, über anderes, über mehr. Vielleicht kommen jetzt bald mal die ersehnten INHALTE in diesen Blog.

Wie siehts hier aus? Wie lebt es sich in dieser Wohnung? Als ganz individuelles Beispiel einer Bremerin in ihrer Quater-life-Phase; ja, so heißt das, ich habe gelernt, dass man eine Quater-life-crisis haben kann.

„Oh my girl what happned to you?
You fallen down right where you came from.
Right at the bottom where I met you“

– Jamie T
Ja, mit fast 25 gehe ich gerade wieder dahin zurück, zurück wo ich hergekommen bin, zurück zu der Stelle, an der ich als Kind war: Träume, Tiere, Musik, Kreativität, basteln, mit Freunden verabreden, spielen, tanzen. Und weißt Du was es für mich bedeutet? Nicht Crisis, sondern fleeting, ein dahinschreiten durch die Träume, die ich damals hatte. Jetzt kann ich so viel mehr sehen, riechen, anfassen, so viel weiter laufen und so viel höher springen. Wow, ich rate allen Kindern und Jugendlichen die manchmal denken: Irgendwie wird das Leben immer härter und die Träume von damals ja sowieso nicht realisierbar: GLAUBT WEITR DRAN! Und probiert es aus Kids! Ausprobieren! Wenn ihr größer uns älter werdet, dann dürft und könnt ihr auch mehr! Immer schön die eigene Mündigkeit anstreben und erhalten!

Was mich angeht: Holla die Waldfee! Hätte ich als Mädchen ein Tagebuch geschrieben mit den Anforderungen die ich an die Wunschvorstellung von mir im Alter von 25- Jahren gehabt hätte, es würde fast überall ein Haken hinter stehen!

Und hinter den essentiellsten Sachen steht einer:

Freunde

Musik

Eigenständigkeit

Präsenz

Glanz

Ehrlichkeit

Stärke

Kreativität

Empathie

Gesundheit

Mut

Liebe

Das alles habe ich bekommen durch die Geister, die ich rief! Und wo sonst immer die Winterdepression eingesetzt hat- wenn es kälter wurde – findet sich gerade ein ganz anderes Gefühl wieder. Der Zustand der erfüllten – und was noch viel interessanter zu fühlen ist – der sich erfüllenden Träume. Weißt Du, wie sich das anfühlt? Denke mal daran, wann sich Dein letzter Traum erfüllt hat? Kennst Du das Gefühl? Das habe ich gerade. Es ist toll. Und darum rate ich Dir. Wenn Du irgendwann irgendwas nicht geschafft hast und Du willst es machen, und Du denkst immer wieder dran. Dann tu es! Tu es!
Der kleine Elefant, der in Ketten gelegt wurde, er hat versucht sich als Kind von diesen riesigen Ketten zu lösen. Aber der kleine Elefant war noch zu zierlich und schwach. Er hat irgendwann einmal aufgehört zu ziehen, an dem Metallstrick. Er hat sich mit seiner Situation abgefunden. Aber er ist gewachsen. Auch er wurde – wie es Elefanten nun mal so werden – größer und stärker. Seine Kette ist nicht mitgewachsen. Es war immernoch dieselbe Fessel wie damals. Aber der Elefant hat nie wieder versucht an ihr zu ziehen. Er hat es nie wieder probiert. Er hat resigniert. (Danke Irina für diese tolle Geschichte, die Du mir erzählt hast)

Was machst Du?

Was ich mache?

Ich sitze hier im Arbeitszimmer und mache Musik. Wie verrückt. Diese scheiß Kette, ich habe sie sowas von zerrissen und hinter mir gelassen. Diese minimalen Spuren, die an eine resignierte Vergangenheit erinnern könnten, sie sind durch Salzwasser weggespült wurden und durch die Gräser und Äste die meine Knöchel auf dem Weg berührt haben weggewischt. Was ist hier jetzt? Eine ganz neue Fokussierung. Ich trage keine Metallfessel mit mir herum. Aber hier ist dennoch ein Band. Es berührt mich. Es hält mich und meine Freunde. Ich lerne gerade so viel von meinen Freunden. Ich bekomme neue Eindrücke, spiele mit diesen herum und verwende diese um bei anderen Freunden widerum neue Eindrücke zu schaffen. Ich gebe weiter was ich habe und es wird immer mehr.