Ein fairer Gedanke

„Es geht auch darum, Respekt für andere Menschen zu zeigen und aktiv Einfluss zu nehmen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen derer, die uns das Leben im Luxus überhaupt erst ermöglichen.“
– Zitat http://www.fair-trade-kleidung.com/fair-trade-lebensmittel.php

Ich sitze zu Hause. An einem grauen Sonntag abend. Es ist traurig, dass ich so vieles, was ich will, nicht auch sofort machen kann. Gestern habe ich den Film In Time geschaut

Trailer:hier

Meine Kritik: Muss man nicht gucken, zu statische Kamerafürhung. Entweder hätte der Regisseur die Schnitte und Bilder dynamischer gestalten müssen, oder die Szenen surrealstischer werden lassen müssen. Die Figur der weiblichen Hauptdarstellerin vor allen Dingen und die der anderen Charaktere sind schwach gezeichnet und es gibt durchaus schwammige Inhalte und Umsetzungen (die Schusswechselszenen sind von dem 50 Kilo Mädchen einhändig mit einer bleischweren Waffe ausgeführt wurden, oder der Tod einer Person ist ganz zufällig nicht auf der Überwachungskamera drauf, obwohl sonst der ganze Tag gefilmt wurde). Vielleicht gibt es ein Buch auf dessen Grundlage der Film basiert? Das könnte man bestimmt mit Gewinn lesen.

… und (um mal mit meinem Tag weiter zu machen) heute eine Reportage auf arte.

Endstation Fortschritt?

Beides hat sich mit dem Menschen beschäftigt, der quasi als Parasit sich selbst zerstört, weil er die Erde zerstört, bzw. eine ungerechte Gesamtsituation schafft. Dem findet es nicht gut eine Patenschaft für ein Kind in einem dritte Welt Land anzunehmen, solange es noch Kinder gibt, die in unserem eigenen Land keinen idealen Alltag haben. Der Alltag der Deutschen… davon haben wir beide schon eine Ahnung: Der kleine Spatz ist in der öffentlichen Institution Schule tätig und Dem ist in dem Verteidigungssektor beschäftigt. Er käpft für die Sicherheit und ich für die Bildung. Dieser Gedanke macht einen ein bisschen depressiv, hier im zehnten Stock sitzend. So müsig an einem Sonntag. So nichtstuend. Man kann sich alles angucken was man will, das Internet machts möglich, wir könnten überall hinfahren, so lange der Sprit reicht, unser Auto macht es möglich. Aber wohin mit der guten Laune, mit der Kreativität und mit unserem Geld. Wenn man es global betrachtet: Mit unserem vielen Geld. Dem hat ja Recht: Erstmal muss es den Leuten hier gut gehen. Und ich habe auch Recht: Man darf keine Strukturen unterstützen, die es hervorbringen, dass die Kids in anderen Ländern um ihre täglichen Mahlzeiten fürchten müssen. Ich mache so vieles falsch. Ich habe so viele eigene Bedürfnisse, die sich nicht mit denen des Weltfriedens decken. Meine Ernährung kann zum Beispiel schwer vegan, oder sogar vegetarisch sein, denn die meisten Gemüse und Obstsorten vertrage ich nicht. Das ist schonmal doof. Aber ich hoffe mal, dass der Gedanke, den ich habe dann trotzdem was bringt: Ich möchte jetzt mal was ausprobieren. Ich kaufe schon viel Second Hand: Möbel und Kleidung. Wir sind immer aktiv am Kleidertauschen, menie Freundinnen und ich. Und sonst gibts bei ebay ja alles gebraucht und preiswerter. Jetzt, wo ich endlich mal nicht mehr am Existenzminumum lebe, könnte ich es mir auch leisten: Mehr Klamotten, neue Klmotten, frische Möbel. Aber nein! Ich möchte mir – wenn ich schon in der Essensgerechtigkeit nicht so gut bin – eine Sache auferlegen: Fairtraide und Secondhand! NICHTS NEUES UNFAIR PRODUZIERTES MEHR KAUFEN wenn es um Möbel und Kleidung geht!

Ich bin da sowieso nicht so anspruchvoll: Was ich liebe, das wird angezogen. Und ich kann ziemlich schnell Sachen lieben! Omas Schrank wurde vor ein paar Wochen geplündert: WOW, gabs da tolle Kleider und Röcke für mich. Und vielleicht sind die sogar noch aus der Zeit, wo es Made in Chinca noch nicht wirklich hier gab. Also: Schonmal eine Quelle! Und dann: weiterhin ebay shoppen, alles Getragene und Gebrauchte. Außerdem habe ich eine tolle Seite gefunden:

http://www.fair-trade-kleidung.com

Von einem Typen, der in Indien war und sich dann überlegt hat, dass diese Welt so ungerecht ist, er will sich wenigstens ein bisschen für die neue Gerechtigkeit einsetzen. Es gibt auch einen kritischen Abschnitt zu Fair Trade auf seiner Seite.

Die Kleidungsseite, die mir von den Klamotten her am besten gefällt ist diese hier:

http://www.avocadostore.de

Dort gibt es von mehrern Anbietern unterschidliche Mode. Mal teuer, mal etwas preiswerter. Eine Stoffhose für 85 Euro und zuzüglich 5 Euro Versandt ist leider noch zu teuer für mich. Aber es gibt einige T-Shirts, die ich schön finde. Wenn ich also wieder etwas brauche, dann schaue ich erstmal da. Und wenn ich dort nichts finde, dann trage ich eben, was in meinem Schrank ist. Das heißt: Die neuste Lieferung von H&M brauche ich gar nicht mehr bei der Post abzuholen. Schade, ich wollte einen neuen Blazer haben: Mein alter Lieblingsblazer, der mich schon lange begleitet hat und an dessen Knopfleiste ich einen Totenkopfknopf angebracht habe, ist leider verschwunden. Das passiert mir äußerst selten.

Letztens war unser Telefon allerdings auch tagelang verschwunden. Es tauchte auf, als endlich Sperrmüll war. Ich habe nämlich ein Regal wieder dahin gebracht, wo ich es her hatte: Auf die Straße. Und als das erstmal weg geräumt war, wurde das mittlerweile stromtote schnurlose Telefon wieder sichtbar.

Anyway: Ich muss durchalten und sparen. An Klamottenkauflust und an Geld, damit ich mir dann, wenn ich es für nötig halte, geldlich das auch leisten kann.

Wünscht mir Glück!
PS: Die Chillipflanzen sind schon groooooooooooooß geworden! Ja und es gibt sogar schon eine Chilli!

Toll wa?!


Reiche Chillis und Stricken für Arme

Mein Blog hat ab jetzt zwei neue Kategorien: Pflanzen (wurde ja auch Zeit) und … *Trommelwirbel* Stricken! Ich schließe mich dem aktuellen Trend an: Omas Stricknadeln erbetteln und dann los gehts…wobei…bei diesem Schritt bin ich noch gar nicht. Aber erstmal die Pflanzen:

Schaut euch die Chilliaufzucht an, es hat sich seit dem 20.3.2012 was getan. Ich habe schon in alle möglichen Gefäße, die ich auftreiben konnte umgepflanzt. Nicht die Löcher im Boden vergessen! Ich habe sie mit Hammer und Nagel gemacht und das ganze jetzt auf ein Tablett gestellt bis ich genug Übertöpfe habe.

Und so ganz Stricken für Arme ist es nicht.

Immerhin konnte ich mir diese neue Zeitschrift für 5,95 Euro leisten: EASY Stricken! Hm, dann guckt euch mal die Seiten an…

30 M, Rd 4 M re … ja klar, neue Retro-Girl-Oma-Gangster-Geheimslangang-Sprache. Zum Glück gibts hinten eine Legende, damit jeder zum Strick-Pimp werden kann.

Da es sehr lange her ist, dass ich gestrickt habe, wollte ichs mal intuitiv wieder ausprobieren. Die billig Chinesischen-Stäbchen habens nicht gebracht:  Sie haben gesplittert. Also habe ich die Polyacrylwolle, die ich in meiner Basteltüte gefunden habe, einfach auf Kugelschreiber und Fineliner gestrickt.  Jo!

Und weil ich so cool bin höre ich nebenbei Hausfrauenbefriedigende Musik:

Ich bin keine Hausfrau. Darum vielleicht auch der perverse comedy-Anteil dieser Spaßmukke. Ich liebe es. Passt voll zum Stricken auf Stiften!

Für jeden, der mir ein gutes do-it-ypirself Strickvideo als Kommentar postet schonmal Blumen als Dankeschön: