Zu Hause im 10. Stock plus 7 weitere Etagen

Anhören!

Friede und Freude im Hause. Und zwar nicht mehr im 10. Stock. Da kommen nun seit über anderthalb Jahren schon sieben weitere Etagen dazu! Ich winke euch aus dem 17. Stock zu!

Ja, ist jetzt wieder soweit. Meine Wohung wurde renoviert…dieses mal nicht von mir. Und ich habe mir auch nicht vorgenommen jemals wieder ein DIY-Katzenbaum-Schrank-Oder-sonstwas Tutorial zu geben, nein, ich bin jetzt anders drauf….wie, werde ich im Laufe dieses Eintrags klären.

Der letzte Blog Eintrag ist anderthalbjahre und ein paar Zerquetschte her. Nun ist es wieder so weit, alle Follower erhalten eine Nachricht, dass hier etwas steht. Es geht rund im Internet. Ich bin wieder bereit etwas zu posten. Denn: Ich habe wieder gute Ideen, dank des Internets!

Und dank dieses herzerwährmenden Buches, schreibe ich diesen meinen Blog nun weiter: Spiritualität für Dummies. Die Autorin sagt: DU SOLLST MIT DER WELT TEILEN, WAS DICH BERÜHRT! Das ist quasi EINE Antwort…merk dir das…nur, falls du dich irgendwann mal wieder fragen solltest, was der Sinn des Lebens denn nochmal war…

Und Recht hat sie ja, denn nach einer längeren Krankheitsphase habe ich mich selbst seit zwei Wochen erfreut über die Beiträge, die im Internet von Leuten aus aller Welt geteilt werden.

Ich habe eine neue Hexe auf tumblr kennen gelernt: Hier ihr Blog

Außerdem habe ich mich nicht nur informiert – nein, sondern auch ausprobiert – über die freakige Form des luziden Träumens. Hier ein viel zu polarisierendes Video, dass ich aber gesehen habe um da rein zu kommen: Egal wie blöd das Video am Ende ist, mit ein paar Blog-Einträgen zusammen HAT ES FUNKTIONEIRT BEI MIR. JA! Ich habe mit Hilfe von Internet Anleitungen luzid geträumt (mehr davon auf Nachfrage dann in einem anderen Blogeintrag).

Und letztendlich….bin ich so drauf: Ich will nicht mehr HABEN, VERMEHREN, BAUEN, ERSCHAFFEN und ERSTELLEN, nein, ich will weg geben, teilen, abbauen, verschenken und gehen lassen, was ich zu viel habe. Die aktuelle Psychologie Heute hat einen schönen Artikel über die Form des minimalisitschen Wohntrends zu bieten. Wunderbar zu lesen, was die Denkansätze dieser Bewegung sind und welche Blogs weiter helfen können. Zen Habits wird dort zum Beispiel aufgelistet. Falls ihr euch wudnert, warum das Design so schlicht gehalten ist: Auch da gilt: WENIGER IST MEHR. Und was mehr? Was habe ich jetzt mehr davon, wenn ich weg gebe und nichts mehr baue, sondern mich mit Hexen aus dem Internet unterhalte? Ja, je weniger wir besitzen, desto weniger Stress sitzt uns auch im Nacken. Außerdem machen wir mit unseren Gaben eventuell andere Glücklich, schaffen mehr Raum für einfache Abläufe (ja, ich kann besser Staubsaugen, seitdem ich nur noch drei Regale und zwei Stühle besitze und nicht mehr überall tausend Kleinigkeiten herum fliegen) und ich konzentriere mich nicht mehr auf abarbeiten, sortieren, überwältigt sein, konsumieren, sondern im besten Falle auf die soziale Interaktion. Und ich sage: Mich mit Minimalismus – allein theoretisch – zu beschäftigen, lässt mich darüber nachdenken WO meine Prioritäten liegen! Wo denn? Und zwar darauf – ja wirklich – es mir EINFACHER zu machen in meinem vollen Alltag. Und ich habe gemerkt, dass ich auf ganz viele Klamotten verzichten kann und viele Möbel auch. Aber Kleinigkeiten, die im Detail Genuss verheißen sind mir SEHR WICHTIG: Duftöle, eine schöne Kerze, die Gitarre, die Möglichkeit Musik zu hören und mich mit Freunden und einem Wein in meiner Wohnung nieder zu lassen. UND ich habe schon so viel aussortiert, dass ich in meiner kleinen Wohnung wild tanzen kann. DAS MACHT SPAß!

Was Zen Habits und andere minimalismus Wohnblogs sagen: Lass dich nicht fesseln von deinem Besitz! Geh raus, mach Erfahrungen!

Also in diesem Sinne: TANZEN, tanzen, RAUS GEHEN, in die RICHTIGE WELT, LEUTE TREFFEN, ERFAHRUNGEN MACHEN, und dann widerum den Lieben mitteilen, teilen, vermehren, lieben, geben, genießen und annehmen, was die Umgebung einem gibt, ohne sich zu viel aufzuhalsen. Naja, nach Hause zurück kehren ist dann ja doch angesatzt: In das schöne gemütliche zu Hause, was auf DEINE LIEBLINGSSACHEN beschränkt ist, ohne Scheiß, der dich nervt!


Eine neue Kategorie

Jetzt muss ich aber wirklich mal eine neue Kategorie einrichten. Sie ist so unerlässlich für mein  zu Hause wie Wasser aus der Leitung. Sie ist  eine innere Leidenschaft die ich hege. Der Kick, den ich suche, wenn ich rausgehe und mich umschaue und ihn entdecke: So zart, so wild, so dreckig und voller Schätze: Den Sperrmüll! Es wurde lägst Zeit, dass er hier explizit aufgeführt wird. Zumal ich ich mein Regal ja auch vom Sperrmüll habe: I love Sperrmüll. Das Regal habe ich mittlerweile weggeschmissen: Zu unruhig. Schade, ja, ich weiß, ich hätte es hier verlosen sollen. Das wäre witziger geworden. Verlosung mit Selbstabholung und meet and greet leibhaftig im 10. Stock. Zu spät! Da komme ich erst jetzt drauf.

Auf etwas anderes bin ich die letzten Tage mehrmals gekommen: Katzen, Katzenklo, Katzenpipi, Katzenbaum, Sisal und Stamm zum DIY Katzenbaum machen, Fellpflege von Katzen, Katzenspielzeug etc. Und da ich meinen Fairtradagedanken durchhalten will, heißt es: Auf Gebrauchtes von ebay warten, oder eben selber machen! Ich möchte einen Kratzbaum selber machen. Schöne Anregungen dazu habe ich shcon gefunden:

Hier ist eine

Sisal und Holzbretter habe ich schon besorgt. Nur auf die Stämme die mir ein Kumpel versprochen hat warte ich noch. Ich habe sogar schon wunderbares Lammfell bei ebay ersteigert um nicht mit diesem eckligen Trend zu gehen und so einen wiederlichen Wuschelplüsch über den Kratzbaum ziehen zu müssen. Nein, mein Kitten bekommt es exclusiver: Fell! Echtes Fell. Ja, legt nicht gerade den veganen tierlieben Gedanken nahe, aber die Felle sind aus einer deutschen Gerberei, die aufgelöst wurde. Kleine graue Lämmerfelle.

Ohne Stamm kann ich aber mit alle dem nichts anfangen – dachte ich. Da hatte ich aber ganz mein gutes Schicksal vergessen: Heute hat mir das Leben den Kick erneut gebracht. Da laufe ich nach Hause und in unserer Straße entdecke ich einen kleinen überschaubaren Haufen mit vielen Einzelteilen. Sperrmüll der interessanten Art. Viele Fundstücke warteten auf mich. Darunter ein Blumentopf und der Beweis dafür, dass die Kraft der Gedanken existiert und alles was man sich nur ganz doll wünscht in Erfüllung geht: Die Katzenkratzbaumteile! Wie eine Offenbrarung im Dreck nehme ich die stinkigen Teile mit nach Hause. Ein zerstückelter Kratzbaum mit zwei Sisalstämmen und einer Schlafhöle.

Hier oben angekommen habe ich mich so sehr vor dem schreckliche Geschichten erzählenden mitgenommenen Plüsch geeekelt, dass ich kurz davor war das Teil wieder herunter zu pfeffern. Aber nein! Ich tat es: Der Plüsch wurde bedacht aber bestimmend abgetrennt. Ich hatte nun die Vorlage für das Schnittmuster in der Hand. Den Plüsch zeichnete ich also in die Innenseite einer alten Papiereinkaufstüte ab (das ist Recycling der fortgeschrittenen Art) und ich habe mich ans Lammfell gemacht. Den Arbeitspozess siehst Du jetzt hier in Bildern:

Das Inlet zuschneiden:

Jetzt muss es natürlich noch weiter gehen… ich werde mir eine Heißklebepistole holen! Yeah!


Neues für Zuhause? FLOHMARKT!

Flohmarkt Juli 2012 auf dem Boxenhagener Platz in Berlin

Und passend dazu ner perfekte Sommerhit von MCFitti

Mehr zu den Bildern gibts auf www.johanpotma.com

Und danach ins Café:

Was für ein schönes


Joseph Beuys und meine naive wahre Welt

Lass dich fallen.
Lerne Schnecken zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „Ja“ sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukel so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere „verantwortlich“ zu sein. Tu es aus Liebe.
Mach viele Nickerchen.
Gib Geld weiter. Tu es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei.
Lache viel.
Bade im Mondlicht.
Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern.
Höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein, sei frei.
Segne dich selbst.
Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir.
Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

– Joseph Beuys

Das kannte ich vorher nicht. Weißt Du wo ich einen Literaturnachweis finde?
Natürlich bin ich durch Facebook auf diese wunderbaren Worte von Jopseph Beuys aufmerksam geworden.

In Theaterzusammenhängen habe ich von einem unserer Mitspieler die starke Faszination die von Beuys Performances ausgeht miterlebt. Wow, da muss ich ncohmal ein Interview führen und das für Dich und Dich und Dich und alle anderen aufschreiben! Denn Kunst muss doch so schöpferisch und naiv sein, wie die Lügen, die sich auf dem Grad zum wahren bewegen, oder? Einfach machen, einfach verändern und manchmal auch ignorieren.

Gestern habe ich über mich gehört, dass ich glücklich und naiv sei, fast bis zur Weltverleugnung. Die Geschichte dazu: Ich habe eine Freundin Andrea in unserem Theater über einen Papagei reden hören. Dieser Papagei stand in der ehemaligen DDR und er sagte mit kratzender Stimme zu klein Andrea: „Hallo, ich bin so und so (Name ist ihr entfallen), der Papagei! Gib mir ein Geschenk!“ Und dann war Andrea verwundert, denn sie sollte dem Papagein Geld als Geschenk geben.  Geld, das ist doch kein richitges Geschenk. Und daswar die DDR!

Auf jeden Fall fragte ich (ich muss mich entschuldigen Andrea, wenn ich die Geschichte oben falsch wiedergeben habe, ich habe nur Papagei gehört und der flog während Deiner Erzählung so schön Ara-mäßig rot und groß in meinem Kopf herum) von der anderen Ecke des Raumes: „War das ein echter Papagei? Oder eine Maschine?“ Und dann kommt der Mann ins Spiel, der mich Weltverleugnend genannt hatte, Philipp. Nachdem Andrea, nach einer Pause mir einem Lächeln entgegnete: „Eine Maschine“ Musste Philipp auch lächeln und sagte einfühlsam: „In Deiner Welt würde ich auch gerne mal leben“ Du kennst Philipp nicht, darum muss ich dazu sagen: Es schwang natürlich ein sehr spöttischer Unterton mit und eine Prise Mitleid, die als Weiche Feder, von oben auf mich herab fallen sollte!

Um nochmal zur Wahrheit der Welt zurück zu kommen: Ich glaube ich schreibe die Beuys Sätze in Weiß auf unsere pinke Wand im Arbeitszimmer!

Und danach lade ich Philipp zum Tee ein!


Todtraurig

Eigentlich wollte ich unbedingt über meinen neu gestrichenen Flur schreiben, aber es ereigneten sich andere Umstände:

Als ich eben aus der Innenstadt zurück kam und von der Haltestelle aus mit meinem Rad nach Hause fahren wollte, da hab ichs gesehen. Alle anderen Passanten, die aus der Straßenbahn gestiegen sind, haben diesen schnellen grauen Schweif nicht bemerkt, sind einfach weiter gegangen. Als ich realisiert habe, was da gerade passiert ist, bin ich stehen geblieben und habe mein Rad wieder angeschlossen.

Da flitzte ein graues Federpuschel durch die uft auf die Schienen, abgeworfen von einem Raben. Was was das für ein Vogel. Es war sehr erschreckend für mich, dass auf den Schienen ein ziemlich großes Vogelbaby lag. Die Federn kaum entwickelt, obwohl es schon über 10cm groß war. Das konnte nur etwas sehr trauriges bedeuten. Denn das Kleine war sicherlich kein Rabenbaby:  Zu helle Färbung, zu groß und vor allen dingen ein zu prägnanter Schnabel. Ich habe immernoch daruaf gehofft, dass es ein Wasserhuhn-Baby war…natürlich ist das, was dort lag genauso traurig, als wenn ein Wasserhuhn-Baby auf die Schienen geschmissen worden wäre, aber dieses Vogelbaby war etwas ganz besonderes. Ich habe es schon geahnt und eben im Internet recherchiert: auf den Gleisen lag ein Eulenbaby. Vor eineigen Jahren ist mir hier in der Vahr mehrmals eine Eule begegnet. Das fand ich toll: denn schließlich leben wir hier ja im urbanen Raum. Da Oberneuland nicht weit weg ist und es auch in derVahr unzählige große üppige Bäume gibt, ist das Leben von Eulen hier icht ausgeschlossen. Ich wusste nicht, ob es eine oder zwei waren. Ich habe immer nur eine getroffen. Und jetzt, ca. 5 Jahre später liegt dieses hilflose Eulenbaby auf den Gleisen.

Der Rabe: nicht dumm, hat es auf die Gleise geworfen, damit  es sich nicht mehr wehren kann, damit er sich nicht zu sehr anstrengen muss es tot zu hacken, damit die Bahn für ihn den Rest erledigt. Denn es hat noch gelebt. Gerade, als ich hingehen wollte um es aufzuheben und eventuell ins Tierheim zu bringen, kam der Rabe: hat drauf eingehackt, ich habe das beobachtet. Das Kleine war so schwach, dass es schon den Kopf hängen lassen hat. Oh scheiße, während ich geguckt habe, hat kein anderer gesehen, was ich sah. Die Leute gingen vorbei und ich dachte, dass es dumm wäre Mutter Teresa zu spielen und es wohl das Wichtigste für das kleine Baby, wenn es jetzt erlöst wurde. Der Rabe wartete auf die Bahn und ich stieg wieder aufs Rad und fuhr davon und hoffte, dass ich im Internet nicht heraus bekomme, dass dort ein Eulenkind lag. Aber leider schon, die Kriterien sind zu eindeutig.

Ich bin schon über 20 Jahre alt, aber ich frage mich trotzdem, was die Euleneltern denken. Diese Erlebnisse, wie diese Tiere vor mehreren Jahren in der Nacht lautlos über mir her geschwebt sind, das sind unveregssliche gewesen. Es ist so schön eine Eule zu beobachten.

Sie sind auch Raubtiere und töten anderes Kleinvieh. Auch der Rabe hat seine Berechtigung einen Festbraten zu schmausen. Trotzdem hoffe ich, dass die Eulenmutter wenigstens noch andere Kinder hat, die jetzt zu majestätischen Vahr-Eulen heranwachsen.


Ich fahre gerne Fahrstuhl…

…mit Spiegel

 



Auf dem Weg zum einkaufen…

 

 


Auch, wenn ich hier in einem Viertelwohne, dass durch Hochhäuserblocks geprägt ist, dann gibt es Oasen der Ruhe. Kurz nachdem ich die Fotos vom Vahrer See gemacht habe, hat eine Freundin bei mir übernachtet. Sie ist den gleichen Weg geganden um sich das EInkaufszentrum Berliner Freiheit einmal anzugucken. Für einen kurzen Einkauf, war sie ziemlich lange weg. 3 Stunden. Sie hat mir beim wieder ankommen zu Hause gesagt, dass sie lange am Vahrer See saß und Energie getankt hat. Das Reflektieren des Lichts auf dem See und die großen flusigen Pollen, die alle auf der Wasseroberfläche egschwommen sind haben sie beglückt.

Ich binimmer wieder froh, wenn ich mrke, dass andere Menschen hier uach so ihr Gemüt befriedigen können wie ich!