Um 5 Uhr morgens aufstehen…

Der frühe Vogel hat sich seinen guten-morgen-Tee schon gemacht, einen frühstücks-Muffin einverleibt (da ist richtig viel Dextrose drin und das wird mich schööööön wach pushen) und sitzt nun vor dem OpenOffice Dokument, dass er noch wie eine süßliche Morgenmelodie durchzwitschern muss.

Der frühe Vogel. Das bin ich. Heute morgen. Freiwillig. So früh.

Cool, mit meiner Disziplin ist also alles in Ordnung! Zudem auch, weil es bei mir gerade TEE gibt, ich morgens normalerweise aber gerne Kaffee trinke (man aber acuh auf diesen verzichten soll, weil er den Hormonhaushalt sehr ins wanken bringen soll…)

Ich werde nun fortfahren und am Ende des Tages Bilanz ziehen, ob sich das lohnt. Was? Früh aufzustehen um kreativer zu sein, wie ich es im Blog myMonk gelesen habe. Schaffen möchte ich eben das oben benannte Dokument, ich möchte duschen, lesen und eventuell noch Zeit finden zum meditieren. Und das alles VOR acht Uhr morgens…dann könnte cih danach direkt zum Markt gehen und mir frisches regionales Gemüse kaufen.

Nun ist es 5:31 Uhr und es ist tatsächlich – bis auf das summen des PC – noch viel Stille in meiner Umgebung vorhanden.

Als unangenehm empfinde ich nur einen kleinen Müdigkeitskopfschmerz, der sich in meiner linken Schläfe bemerkbar macht…ja, und das surren des PCs. Aber das liegt wohl eher daran, dass ich mir einene Mac wunsche… Da kann ich aufstehen wann ich will, der ist immer laut.

 

…7 Stunden später.

Die Wahrheit geht weiter: Ich bin um 6:35 nochmal ins Bett gegangen und um 12:29 Uhr erneut aufgestanden. Ich hatte einfach keine Energie mehr, nachdem ich mich an mein zu bearbeitendes Dokument gesetzt habe.

Hier bin ich nun, mittags habe ich geduscht. Auch nicht so schlimm. Ich habe das 5-Uhr-morgens-aufsteh-Experiment schließlich an einem Tag ohne Termine ausprobiert.

Vorschnelles Fazit: Jaja, denkste erstmal, dassde total diszipliniert bist, wenn du hoschschreckst, weil der Wecker dich vor dem ersten Krähen des Hahns aus den Federn holt. Und jetzt hier so sitzend und meinen shit dann doch 6 Stunden später regelnd: Es ist vielleicht auch ein bisschen was für autistisch angehauchte und selbst-geißelnde Leute (manchmal finde ich das gar nicht schlecht um den „Selbstdisziplin-Muskel“ zu stärken) immer ganz streng auf bestimmte Regeln und Credos zu achten. Mir gehts jetzt gerade gut. Ich kann meinen Tag auch erfolgreich ab 12.30 Uhr Mittags leben.

…hoffe ich zumindest.

 

Bildquelle:szirom-kiallitas